Die Qualität von Übersetzungen wird durch internationale Norm geregelt

Übersetzungsbüro Schnellübersetzer
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Professionelle Übersetzungen können stark voneinander abweichen. Diese Erfahrung hat wahrscheinlich jeder gemacht, der bereits einmal Übersetzungen in Auftrag gegeben hat. Freie Übersetzer und Übersetzungsbüros streben stets bestmögliche Kundenzufriedenheit an, allerdings haben beide Dienstleister unterschiedliche Vorstellungen darüber, wie dies erzielt werden kann. Zur Schaffung von mehr Transparenz für den Auftraggeber und zur Beseitigung von Rechtsunsicherheiten gibt es die internationale Qualitätsnorm für Übersetzungsdienstleistungen EN ISO 17100.

EN ISO 17100

Mithilfe der internationalen Norm EN ISO 17100 werden sämtliche inhaltlichen und formalen Anforderungen und auch die Anforderungen, die an das innerbetriebliche Qualitätsmanagement zu stellen sind, geregelt. Gemäss dieser Regelung müssen Übersetzungsaufträge nicht nur fachlich richtig, sondern auch ablauftechnisch korrekt und vollständig ausgeführt werden. Werden bestimmte Details im Vertrag mit dem Übersetzer nicht thematisiert, gilt der allgemeine Standard für Übersetzungen – also die Norm. Die Grundlage des Auftrags bildet der Ausgangstext, für den allein der Auftraggeber die Verantwortung trägt. Sofern seitens des Kunden spezielle Vorgaben wie z. B. die sprachliche Ausrichtung der Übersetzung auf eine bestimmte Zielgruppe gemacht werden, so hat der Übersetzer dies auch dementsprechend zu tun. Des Weiteren können sich andere kundenseitige Vorgaben auf eine spezielle Formatierungsweise oder auf das Anpassen der Übersetzung an kulturspezifische Gegebenheiten des Ziellandes beziehen und werden durch die Lokalisierung realisiert. Der Auftraggeber seinerseits hat dafür zu sorgen, dass der Auftragstext derart gestaltet ist, dass er eine verbindliche Arbeitsgrundlage darstellt und nicht schon im Vorfeld für Unklarheiten sorgt. Immer mehr Übersetzungen werden länderspezifisch lokalisiert, das heisst, sie werden dem jeweiligen kulturellen Background des Ziellandes angepasst. Diese Lokalisierung gilt wie das mitunter ebenfalls angefragte Desktop-Publishing (DTP) laut EN ISO 17100 als Mehrwertdienstleistung.

Spezielle Neuregelungen bei EN ISO 17100

Eine Neuheit stellt die Einführung des 4-Augen-Prinzips bei Übersetzungsdienstleistungen dar: EN ISO 17100 schreibt vor, dass jede Übersetzung nur von einem Muttersprachler gemacht und korrigiert werden darf und ausserdem noch eine Zweitkorrektur, die für mehr Objektivität sorgen soll, erfordert. Diese darf ebenfalls nur von einem muttersprachlichen Übersetzer oder einem Spezialisten des jeweiligen Fachgebiets durchgeführt werden. Da es bisher keine rechtlich geschützte Berufsbezeichnung «Übersetzer» gibt, definiert EN ISO 17100 auch die Anforderungen an die berufliche Qualifikation von Übersetzern. Haben Sie Fragen zu dem Thema, sind wir gerne für Sie da. Sie erreichen uns telefonisch und per E-Mail.

2018-07-17T10:43:38.3338628Z

Norman Schreiber
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